Im Stachelkleid:
IGEL
Igel gibt es schon seit mehr als 15 Millionen Jahren. Sie leben heute vor allem in Europa, Asien und Afrika.
Im Frühling und Sommer paaren sich die Igel. Nach etwa 35 Tagen bekommt das Igelweibchen meistens 4–6 Junge, die man Igelbabys oder Welpen nennt. Sie werden blind und mit weichen Stacheln geboren. Nach einigen Wochen können sie selbstständig leben.
Igel fressen vor allem Insekten, Käfer und andere kleine Tiere. Weil es in vielen Gärten und Landschaften immer weniger Insekten gibt, fressen sie auch mehr Würmer und Schnecken. Diese können allerdings Parasiten übertragen und den Igel krank machen.
Für Igel gibt es viele Gefahren. Früher konnten sie sich durch Einrollen vor Fressfeinden schützen. Heute reicht das nicht mehr. Sie können von Autos überfahren werden oder sich in Gartennetzen und Zäunen verfangen. Auch Mähroboter, Freischneider, Laubbläser und Rasenmäher können gefährlich sein.
Für den Winter fressen sich die Igel ein dickes Fettpolster an, von dem sie während ihres mehrmonatigen Winterschlafs von Spätherbst bis Frühjahr zehren und dabei 20-30% ihres Körpergewichts verlieren.
Da es viel zu wenige „wilde“ Gärten und Ecken gibt, ist es eine gute Idee, die Igel ganzjährig mit hochwertigem Katzenfutter (mindestens 60 % Fleisch, ohne Sauce oder Gelee) und getrockneten Insekten zuzufüttern. Dafür gibt es spezielle Igelfutterhäuser.
Auch Wasserstellen im Garten sind nicht nur für die Igel wichtig. Igel sind laktoseintolerant und dürfen keine Milch bekommen.
Der Igel steht in Deutschland bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Deshalb gibt es auch so viele Pflegestellen, die sich aufopferungsvoll und ohne Bezahlung um unsere noch verbliebenen Stachler kümmern.
Wenn ihr den Igeln helfen wollt gestaltet euren Garten naturnah, schafft Zaundurchgänge von 13x13cm, verzichtet auf Schneckengift und Mähroboter. Lasst bitte auch Laub und Reisighaufen liegen, damit Insekten Lebensräume finden und somit als wertvolle Igelnahrung dienen können.
Erkundigt euch auch gern bei einer Igelpflegestelle. Bei uns ist “Igelmuttis e.V.” eine gute Anlaufstelle.
Fun Fact: Wusstet ihr, dass ein einziger ausgewachsener Igel etwa 8.000 Stacheln hat, wobei jeder Stachel einzeln bewegbar ist?

Wenn der Garten nicht genügend Insekten hergibt und der Igel nicht satt wird, kannst Du mit einem FUTTERHAUS nachhelfen:

Am liebsten schlafen Igel in einer kuscheligen wilden Ecke in der Hecke. Mit einem gut versteckten IGELHAUS, am besten in einem Laubhaufen, kannst Du ihm helfen:

Am besten, der Igel findet allein natürliches Futter. Du kannst einen KÄFERKELLER im Garten bauen, um ihn dabei zu unterstützen:

